Verfasst von: ger61 | August 16, 2009

Examen zwingt zur Wettkampfpause

Die Weltmeisterschaft 2009 in Weymouth, dem Revier der Olympischen Spiele 2012, steht kurz bevor. Doch dieses Jahr ist dieser Wettkampfhöhepunkt nicht Teil der Jahresplanung von Romy Kinzl. Sie hat eine lange und harte Saison hinter sich, allerdings eine andere Art, als die man vermuten könnte. Ihr Examen zur Studienrätin musste sie aufgrund ihrer Olympia-Ambitionen für 2008 lange Zeit verschieben, doch dieses Jahr galt es nun, die Prioritäten zu Gunsten des Studienabschlusses zu verlagern. Seit Oktober 2008 wurde gebüffelt, die Examensarbeit verfasst, wieder gebüffelt, Klausuren geschrieben. Für eine professionelle Wettkampfsaison blieb da keine Zeit. So ist es auch nicht verwunderlich, dass das deutsche Team in Weymouth ohne Romy an den Start gehen muss. Denn die bereitet sich zur Zeit auf die abschliessenden mündlichen Prüfungen ihres Staatsexamens vor. „Ein bisschen schade ist es schon, nicht an dieser WM teilnehmen zu können. Weymouth ist ein schönes, aber auch anspruchsvolles Revier. 2007 habe ich dort an einem Weltcup teilgenommen, bei dem ich die Herausforderungen der kurzen, steilen Welle und des böigen Windes kennengelernt habe. Auf dem Weg zu Olympia 2012 steht Weymouth definitiv regelmässig als Trainingsrevier auf dem Plan“, so die Surferin, die dieses Jahr mehr den Schreibtisch als das Surfbrett gesehen hat. Wie immer bei Romy ist der Blick jedoch auf die Zukunft gerichtet. Ist das Examen erst einmal erfolgreich absolviert, so soll es wieder zurückgehen, auf das Brett, das die Welt für sie bedeutet.

Blick nach vorn

Blick nach vorn gerichtet

Verfasst von: ger61 | November 21, 2008

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Verfasst von: ger61 | Juli 13, 2008

Romy Kinzl: Deutsche Meisterin 2008 !!!

An diesem Wochenende fand vor Warnemünde die

Internationale Deutsche Meisterschaft der RSX-Klasse statt. 

Bei anspruchsvollen Segelbedingungen mit Winden von 3-25 Knoten

konnte Romy ihre Top-Form bestätigen.

Bei den Männern gewann Toni Wilhelm vor Christian Freimüller und Max Oberberger. Auf den 2.Platz bei den Damen fuhr Moana Delle aus Uerdingen, Dritte wurde Wiebke Sradnick vom Norddeutschen Regatta-Verein.

Verfasst von: ger61 | Juli 1, 2008

Souveräner „Kieler Woche“-Sieg

Romy Kinzl gewinnt die Kieler Woche 2008!

Nach 5 spannenden Wettkampftagen auf der Kieler Förde ging am Sonntag der Olympische Teil der Kieler Woche 2008 zu Ende. Mit einer beachtlichen Serie und 6 Tagessiegen in den 10 Wettfahrten (1,3,1,1,4,1,1,1/MR7) siegte Romy Kinzl mit 14 Punkten Vorsprung auf die Polin Anna Galecka.

Die Freude über ihren ersten Sieg bei der Kieler Woche ist bei Romy Kinzl geteilt. „Ich bin überglücklich, der Sieg hat eine große Bedeutung für mich. Es ist eine Bestätigung für das, was ich kann“, sagte die 29-Jährige. Darin steckt aber auch noch die leise Hoffnung, vielleicht doch noch auf den großen Olympia-Zug aufspringen zu können, der Sieg in Kiel ist ein starkes Argument für eine Nachnominierung der RS:X-Surferin.

Nach ihrem Universiade-Sieg 2005 und den Plätzen 6 und 9 bei den Weltmeisterschaften 2006 und 2007 stellte sie erneut unter Beweis, dass sie zur Weltspitze gehört und sich momentan in absoluter Topform befindet. Ob das zu einer Teilnahme an den Olympischen Spielen 2008 reicht, wird der DOSB am 15. Juli 2008 entscheiden, denn Romy hatte während der Qualifikationsphase nur eines der zwei geforderten Kriterien für eine Olympia-Nominierung erfüllt, hatte bei der WM im Januar den erforderlichen Platz unter den besten zehn knapp verpasst und war deswegen nicht in den Kader für Peking berufen worden. 

Bei der Kieler Woche 2008, 39 Tage vor beginn der Olympischen Spiele in Peking, war sie jedoch die einzige Deutsche, die in den Olympischen Klassen einen Gesamtsieg für sich verbuchen konnte.

Sail Auckland – das waren vier Regatta-Tage bei exzellenten Segelbedingungen in der Bucht vor Auckland/ Neuseeland. Das Wetter war durchwachsen, der Wind wehte meist ablandig sehr böig zwischen 3-20Knoten – es war also für jeden etwas dabei. Nachdem die Weltmeisterschaft nun knapp 4 Wochen zurück liegt, nutzen viele der internationalen Windsurfer weiterhin die hervorragenden Trainingsbedingungen hier vor Ort, um sich auf die anstehenden Regatten in Europa vorzubereiten. So nahmen bei dieser Sail Auckland -Regatta mehr internationale Segler und Windsurfer teil als jemals zuvor! Die anstehenden WM´s der Tornados und der Laser Radial Klasse bescherten diesen Klassen auch international top besetzte Teilnehmerfelder.

Nach 4 Race-Tagen und insgesamt 11 Rennen fand nun heut das Medal Race statt. Nach einer überzeugenden Serie, in der ich 4x als erste die Ziellinie überquerte J lag ich auf dem dritten Platz, 1 Punkt hinter der aktuellen Vize-Weltmeisterin Barbara Kendall aus Neuseeland und 10 Punkte hinter der WM-Dritten Marina Alabau aus Spanien. Zu den Plätzen 4 und 5 hatte ich ein kleines Punktepolster, was es jedoch erstmal zu verteidigen galt, da die Punkte für die Platzierungen im Medal-Race ja doppelt gezählt werden. Das versprach ein spannendes Medal-Race, in dem 8 von den 10 Fahrerinnen bereits für die Olympischen Spiele in Peking qualifiziert sind!

Nachdem der Tag recht flau mit variablen Winden begonnen hatte, setzte mittags pünktlich zu den Final-Rennen der Wind ein, so dass wir uns bei ca. 10-15Kn ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Nach 3 Runden überquerte Barbara knapp vor Marina und mir die Ziellinie, gefolgt von Chan Wai Kai aus Honkong, Olga Maslivets aus der Ukraine und Bryony Shaw aus Großbritannien.

Das Endergebnis der Regatta sah danach folgendermaßen aus:

RS:X Women

1st ESP Marina Alabau 27 points

2nd NZL Barbara Kendall 34 points

3rd GER Romy Kinzl 39 points

4th UKR Olga Maslivets 51 points

5th GBR Bryony Shaw 54 points

Weitere Informationen zur SINGAPORE AIRLINES SAIL AUCKLAND Regatta gibt es im Internet unter www.sailauckland.org.nz

oder https://nzl.regatta-manager.com/Regatta/RegattaResults.do

Meine Zeit hier in Neuseeland ist nun vorbei. Morgen geht es wieder Richtung Europa, wo Anfang März das Wassertraining auf Mallorca weitergeht. Ich nehme sehr viele Wasser- und Trainingsstunden mit nach Europa, zahlreiche Wettkampferfahrungen – sowie positive als auch negative – und erstaunlich viele Eindrücke von diesem wunderschönen Land am anderen Ende der Welt.

Bis demnächst in der Heimat,

Romy

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