Die Weltmeisterschaft 2009 in Weymouth, dem Revier der Olympischen Spiele 2012, steht kurz bevor. Doch dieses Jahr ist dieser Wettkampfhöhepunkt nicht Teil der Jahresplanung von Romy Kinzl. Sie hat eine lange und harte Saison hinter sich, allerdings eine andere Art, als die man vermuten könnte. Ihr Examen zur Studienrätin musste sie aufgrund ihrer Olympia-Ambitionen für 2008 lange Zeit verschieben, doch dieses Jahr galt es nun, die Prioritäten zu Gunsten des Studienabschlusses zu verlagern. Seit Oktober 2008 wurde gebüffelt, die Examensarbeit verfasst, wieder gebüffelt, Klausuren geschrieben. Für eine professionelle Wettkampfsaison blieb da keine Zeit. So ist es auch nicht verwunderlich, dass das deutsche Team in Weymouth ohne Romy an den Start gehen muss. Denn die bereitet sich zur Zeit auf die abschliessenden mündlichen Prüfungen ihres Staatsexamens vor. „Ein bisschen schade ist es schon, nicht an dieser WM teilnehmen zu können. Weymouth ist ein schönes, aber auch anspruchsvolles Revier. 2007 habe ich dort an einem Weltcup teilgenommen, bei dem ich die Herausforderungen der kurzen, steilen Welle und des böigen Windes kennengelernt habe. Auf dem Weg zu Olympia 2012 steht Weymouth definitiv regelmässig als Trainingsrevier auf dem Plan“, so die Surferin, die dieses Jahr mehr den Schreibtisch als das Surfbrett gesehen hat. Wie immer bei Romy ist der Blick jedoch auf die Zukunft gerichtet. Ist das Examen erst einmal erfolgreich absolviert, so soll es wieder zurückgehen, auf das Brett, das die Welt für sie bedeutet.

Blick nach vorn gerichtet




